Einfach mal machen - könnte ja gut werden! 

Oder auch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Ungefähr so sah es in meinem Kopf aus, als mich vor ein paar Wochen eine Springerfreundin gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte auf der deutschen Meisterschaft 2021 im Speed Skydiving anzutreten. Ich musste tatsächlich erst einmal recherchieren was genau diese Disziplin überhaupt bedeutet: In acht Runden werden die jeweils drei schnellsten Freifallsekunden gemessen und daraus wird der Durchschnittswert errechnet, das ist dann die Wertung für den jeweiligen Sprung. Kurz gesagt: Speedskydiving ist rausspringen und Vollgas geben! 

Nach anfänglichem zögern, da ich derartige Sprünge vorher noch nie gemacht habe, habe ich dennoch einfach mal zugesagt - könnte ja gut werden, hab ich so gedacht. Also meldete ich mich offiziell als Teilnehmerin an und ein paar Minuten später kam schon die Bestätigungsmail mit allen wichtigen Details. Eine Wegbeschreibung zum Sprungplatz, eine Liste für die wichtigsten Dinge die mitzunehmen sind und meine Startnummer waren daraus zu entnehmen.

In den kommenden Tagen überlegte ich hin und her, wie ich so viele Dinge am besten einmal quer durch die Republik transportiert bekommen sollte, denn die Deutsche Meisterschaft im Fallschirmsport fand in diesem Jahr am Sprungplatz des FSZ Saar, am Flugplatz Saarlouis-Dürren, statt.  Ich versuchte so viel wie möglich in einen großen Koffer zu stopfen, aber bei einem Zelt, einer Isomatte, Schlafsack, Kissen, Fallschirm, Helm und auch noch ein paar Klamotten, kommt doch einiges zusammen. Doch die perfekte Lösung stand vor der Tür, denn ein weiterer Freifallverrückter aus Hildesheim hatte auch vor den Weg auf sich zu nehmen und so konnten wir zusammen fahren. Bei dem vielen Gequatsche über die bevorstehende Woche kamen uns die doch knapp 7 Stunden Fahrt gar nicht mal so lange vor.

Angekommen gab ich direkt meine Enthaftung ab, baute mein Zelt auf und bekam sogar ein kleines Goodie-Bag mit vereinseigenen Packbändern, einem graviertem Thermobecher und vieler anderer lieber Kleinigkeiten, worüber ich mich nach wie vor sehr freue. Nach einem netten Come-together-Abend ging ich relativ früh schlafen, denn eine so lange Autofahrt macht einen trotz der guten Gespräche echt ein wenig platt. Der darauf folgende Morgen begann bei Kaffee und Brötchen mit anderen Springern und einem kleinen Rundgang über den noch nie gesehenen Sprungplatz. Was mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Platzeinweisung für die folgenden Sprünge. Alle neu angereisten Springer bekamen das Luftbild des Platzes erklärt und welche platzspezifischen Regeln beachtet werden müssen. Die Landerichtung wurde durch einen ca 8m langen knallorangenen ausgepustet Pfeil angegeben, sodass diese nie zu übersehen ist. Dann hieß es für mich Cypres an, Helm auf und los. Insgesamt sprang in vier Sprünge an dem Tag, bevor am kommenden Tag meine Disziplin in Wertung ging.

Am ersten wirklichen Wettkampf Tag war ich allein schon bei den Vorbereitungen unglaublich nervös. Das Kameramount musste von meinem Helm entfernt werden und das Flysight (ein GPS-Gerät zur Auswertung der Sprünge) und meine Startnummer wurden an meinem Helm montiert. Die fertig präparierten Helme bekam von nun an alle Speedskydiver erst im Boardingbereich und mussten sie anschließend auch direkt auf der Landewiese wieder abgeben, damit niemand an den Geräten etwas verstellen kann oder gegebenenfalls in Versuchung kommen würde zu schummeln. Am ersten Wettkampf-Tag sprang ich vier von acht Sprüngen und konnte mich in meinen Werten dabei fast kontinuierlich steigern. 

Die beiden darauffolgenden Tage waren wetterbedingt nicht ideal zum Springen, sodass nur die Disziplin Zielspringen starten konnte, da diese Springer mit einer Absetzhöhe von 750m-1000m unterhalb der Wolkenbasis blieben. Ich nutze also die Zeit mir das Spektakel auf der Ziellandematte anzusehen und mich darüber und auch noch über andere Disziplinen, zu denen ich vorher keinen Bezug hatte, zu informieren. Fallschirmspringen ist deutlich mehr als nur aus einem Flugzeug zu fallen!

Glücklicherweise klarte der Himmel in den folgenden Tagen auf, sodass auch alle anderes Disziplinen wieder starten konnten. Neben dem Speedskydiving und dem schon erwähnten Zielspringen traten noch die Disziplinen Stilspringen, 4er und 8er RW, Freefly, Freestyle und Wingsuit Akrobatik und Performance an. Aufgrund eines riesigen Bildschirmes an der Außenwand der Packhalle konnte man alle Disziplinen die über ein Video bewertet werden mitverfolgen. Es wurden sehr viele unglaublich tolle Sprünge gemacht und ich kam aus dem Klatschen und Staunen gar nicht mehr so wirklich heraus.

Dieser Tag sollte dazu noch unglaublich schön enden, denn direkt neben dem Sprungplatz des FSZ Saar befindet sich das Werk von Paratec, welche allen Speedskydivern T-shirts und Hosen geschenkt haben, nochmal ein riesengroßes Dankeschön dafür! Am Abend gab es dann vor dem Werk eine unglaublich schöne Grillparty bei der alle Athleten der DM eingeladen waren. Dieser Abend war definitiv mein Highlight der gesamten Woche. Bei leckerem Essen, tollen Leuten und einem unglaublich schönem Sonnenuntergang konnte ich sogar einen Einblick in die Produktion von Paratec werfen, was mich wirklich fasziniert hat. Nach ein paar Drinks, guter Musik und toller Unterhaltungen ging am nächsten Tag der Wettkampf weiter.

In der 7 Runde Speed kam es jedoch leider zu einem Landeunfall von einem Springer, sodass wir entschieden die 8. Runde nicht mehr zu springen und den Wettkampf nach 7 Runden zu beenden, damit der verunfallte Springer keine 0 in einem Sprung bekommt und wir den gesamten Wettkampf fair werten können. In dieser besagten 7. Runde kam es sogar dazu, dass der Teamkapitän vom Team Speed einen neuen Weltrekord aufgestellt hat! Wahnsinn! Wir haben uns alle so sehr für und mit ihm gefreut. Anschließend warteten wir noch auf das offizielle Ende des Wettkampfes und den Beginn der Siegerehrungsfeier.

Ein riesiges Essen gab es Abend woraufhin die Siegerehrung folgte. Ich habe Bronze in der Kategorie Weiblich SP gewonnen und Gold in der Juniorenwertung, worüber ich mich sehr doll gefreut habe! Alles in allem hatte ich eine unglaublich schöne Woche und werde auch ganz sicher auf der nächsten deutschen Meisterschaft 2022 wieder dabei sein, ich hoffe sehr ich sehe da einige von euch!

Julia


Da waren es auf einmal 100.

„Life begins at the end of your comfort zone“ - genau das habe ich mir gedacht, als ich damals über dem Lake Taupo meinen ersten Fallschirmsprung gewagt habe. Sofort habe ich mich in das Freifallgefühl verliebt und mich für den nächstmöglichen AFF-Kurs angemeldet. Die ersten 25 Sprünge bis zur Lizenz haben dann tatsächlich nur knappe 2 Wochen gedauert und ich hielt meine neuseeländische Skydive-Lizenz in den Händen. Eine Sache, auf die ich heute noch verdammt stolz bin.

Vor ein paar Wochen habe ich dann in Hildesheim meinen einhundertsten Fallschirmsprung gewagt und von dem möchte ich euch berichten.

Eigentlich wollte ich den Sprung schon einen Tag früher machen, aber aufgrund von zu wenig Springern wurde die letzte Load abgesagt und ich fuhr unerfüllt mit 99 Sprüngen im Logbuch nach Hause. „Aber dann direkt morgen früh“ sagte ich zu meinen Mitspringern beim Abschied und so sollte es dann auch passieren. Am nächsten Morgen war ich früh am Platz und wir fanden uns zu vier zusammen um ein sogenanntes open-acordeon in die Luft zu bringen. Wir brieften unser Vorhaben inklusive Exit und Separation, checkten ob alle Kamera-Akkus voll sind und malten noch ein paar Mal die Zahl 100 auf meine Hände und Arme. Ganz bewusst sprang ich diesen Sprung in einem Trikot der All Blacks, der neuseeländischen Rugby-Mannschaft, denn da hat für mich ja schließlich alles begonnen.

Aufgrund von unserem Vorhaben saßen wir im Flieger ziemlich mittig und konnten so schon ein paar schöne Aufnahmen von uns und den Wolken draußen vor den Fenstern machen. Ich konnte es kaum abwarten, bis mein Viso die 13k Fuß anzeigt und es bald nach draußen geht. Als es endlich soweit war rutschten wir in Richtung Heck, bauten uns auf dem Videotritt und in der Tür auf und dann sprangen wir ab.

Unser Formation funktionierte verdammt gut und ich sah in drei andere Gesichter die mit mir gemeinsam um die Wette strahlten. Wir hatten verdammt schönes Wetter mit vielen Sonnenstrahlen und atemberaubend aussehenden Wolkentürmen. Ich hätte in diesem Moment nicht glücklicher sein können.

Nach der Separation, der Öffnung und der Funktionskontrolle des Schirms hielt ich einfach für einen Moment inne und dachte daran, dass ich grade zum 100. Mal in einem Fallchirmgurtzeug hänge. Ich dachte an all meine vergangenen Sprünge in Hildesheim, in Neuseeland und Australien und ganz ehrlich, liefen mir dabei ein paar Tränen vor Freude über mein Gesicht. Die Schirmfahrt wurde mit einer 1A-Landung im Zielkreis abgerundet und ich grinste über beide Ohren.

Noch total glücklich über den Sprung und unendlich dankbar dafür, dass ich ein so tolles Hobby wie Fallschirmspringen ausleben kann, sah ich schon einige Kameras auf mich gerichtet was mir gleich blühte: die sagenumwobene Torte. Nach ein paar Glückwünschen landete die 100 dann schließlich in meinem Gesicht. Pfefferkörner, Sahne, Mehr, Rührei und was auch immer da noch bei war (ich will es gar nicht so genau wissen) schmierte sich in meine Augen und Haare. Nicht einatmen ist hierbei der Trick. Es wurden noch ein paar Fotos gemacht und dann ging es zurück zu Packhalle und für mich nach oben in den Tower unter die Dusche.

Wieder sauber und unendlich glücklich folgten noch ein paar weite schöne Sprünge an diesem Tag, aber dieser eine bekam einen ganz großen Smiley in meinem Sprungbuch.

Julia


Fallschirmspringen ist anstrengend - nicht Fallschirmspringen noch mehr!

Ja, Fallschirmspringen ist anstrengend! Nach einem Wochenende mit jeweils mehreren Sprüngen pro Tag liege ich abends meist ziemlich kaputt auf meinem Sofa und lasse das erlebte Revue passieren.
Jeder der denkt, man könne sich im Flug ganz entspannt auf ein wohliges Kissen aus Luft legen, der irrt! Je nachdem, in welcher Haltung man gerade dem Boden entgegenfliegt, gehört eine Menge Körpergefühl und Muskelkraft dazu, dass die geplante Figur auch Formen annimmt.

Jeder, der schon einmal zum Skifahren oder Mountainbiken in die Berge gefahren ist weiß, wie kraftraubend es sein kann, „einfach nur den Berg herunterzufahren“. Spätestens der Muskelkater am nächsten Morgen erinnert einen daran, was man vor dem Après-Ski körperlich geleistet hat.
Ähnlich verhält es sich auch beim Fallschirmspringen.

Was aber noch deutlich anstrengender ist, als sich mehrere Male am Tag aus dem Himmel zu stürzen ist die Zeit, wo dies gerade nicht geht!

Anfang November beginnt für den springenden Teil der Bevölkerung eine ganz schwere Zeit! Die Tage werden kürzer, die Temperaturen niedriger und der vorweihnachtliche Stress ist jedem allmählich anzusehen. Was aber das Schlimmste an dieser Zeit ist: Die Saison ist an vielen Sprungplätzen der Republik beendet und auch wir Skydiver müssen in den Winterschlaf!

Was tun also, wenn man nicht jedes Wochenende zum Lieblingsplatz fahren, Zeit mit Freunden verbringen und unvergessliche Momente erleben kann?

Es heißt: Alternativen finden!

Eine gute Alternative zum Fallschirmspringen ist ganz klar: Indoor-Skydiving. Die ziemlich artverwandte Sportart befriedigt die Lust auf eine frische Brise um die Nase recht gut. Beim Indoor-Skydiving ist man unabhängig von den jetzt vorherrschenden widrigen, winterlichen Wetterbedingungen und kann bei konstant 20 °C an seinen fliegerischen Defiziten arbeiten, neue Haltungen lernen oder einfach etwas Spaß haben.
Für uns Springer rund um Braunschweig-Hannover-Hildesheim gibt es aber leider keinen allzu nahen Windtunnel, wo man „kurz mal“ hinfahren könnte.
Die nächsten Tunnelanbieter sind entweder in der Hauptstadt oder im Ruhrgebiet; so oder so eine nicht mindere Strecke mit Auto oder Zug.
Außerdem (ob man es glauben will oder nicht) ist „tunneln“ noch geldintensiver als die Springerei an sich. Viele nutzen die Wintermonate, um sich ihr Sprungguthaben für die kommende Saison beiseite zu legen. Es hilft leider nicht wirklich, wenn man dann noch Investitionen in einen Windtunnel tätigen möchte… Also: Taschengeld sparen, Extraschichten einlegen oder Überstunden machen ;)
Nun sind wir aber im Winter 2020/2021 und die Windtunnel haben, wie fast alles andere auch, geschlossen.
Leider wird es jetzt mit „echten“ Alternativen schon ziemlich dünn.

Es zeigt sich aber immer wieder, wie kreativ wir Fallschirmspringer auch zu Zeiten des Lockdowns sein können! Unzählige Videos, wie sich Leute mit ihren Ventilatoren aus vergangenen Hitzeperioden und einem Klettergeschirr im Keller eine Halterung bauen, um sich wenigstens für kurze Zeit in unsere Lieblingsbeschäftigung hinein träumen zu können, kursieren durchs WWW.
Andere befestigen ihre Fotokamera an der Wand, benutzen den Fußboden als „Leinwand“ und ahmen den Ablauf eines Sprungs im heimischen Wohnzimmer mit Stop-Motion nach. Und lasst Euch gesagt sein: vom Boarding ins Flugzeug bis zur Schirmöffnung ist alles mit dabei!
Jetzt habe ich aber schon 25x meinen Hauptschirm im Wohnzimmer neu gepackt und meine Stromrechnung erinnert mich auch daran, dass ich mich nicht jede freie Minute vor den Ventilator stellen sollte.

Nächste Idee: mal alte SD-Karten und die Festplatte aufräumen!
Jeder Fallschirmspringer der über 100 Sprünge nachweisen kann, hat die Möglichkeit, eine Actioncam auf seine Abenteuer mitzunehmen. Dabei entstehen zwar einige sehenswerte Bilder und Videos, aber auch einiges an unbrauchbarem Mist… Diesen gilt es jetzt herauszufiltern und im virtuellen Papierkorb zu entsorgen.
Ähnlich wie beim Lernen für eine bevorstehende Klausur, wo einem plötzlich das unaufgeräumte Zimmer auffällt, erwische ich mich immer wieder, wie ich mir verträumt jedes Video der vergangenen Sprünge ansehe und den eigentlichen Reinigungsauftrag vernachlässige.
So bleiben also auch die weniger spannenden Videos auf der Festplatte.

Wenn Ich mich mit Freunden oder Familie treffe, komme ich früher oder später zum Thema Fallschirmspringen; meistens zum Leid der anderen. Denn bei jeder spannenden Geschichte, die mir in der letzten Saison widerfahren ist und bei jedem Versuch, meine Bekannten mal zu einem Tandemsprung zu überreden, klinge Ich wie ein Papagei in ihren Ohren, der immer wieder dasselbe trainierte Wort zum Besten gibt. Auch keine dauerhafte Lösung.

Ein sicherer Hafen zur kurzzeitigen Symptomlinderung bei akutem Skydive-Entzug bietet häufig YouTube! Man findet garantiert immer ein Highlightvideo irgendeines Camps von anderen Sprungplätzen, verrückte Weltrekorde im 200-way-Headdown oder das neuste „friday freakout“, was man noch nicht gesehen hat.
Leider können solche Videos auch manchmal das Gegenteil bewirken und die Lust, wieder Fallschirmspringen zu gehen, wird nur noch größer.

Um langsam zum Ende des Selbstmitleids zu kommen:
Gänzlich abschalten lässt sich unser aller Liebeskummer für das schönste Hobby der Welt nie! Ich finde jedoch, dass diese Tatsache uns aufzeigt, was uns dieser Sport doch bedeutet und wie er uns am Herzen liegt!
Also gilt nur eins: durchhalten, unseren Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten und auf einen pünktlichen Saisonstart 2021 hoffen.
Ich freue mich auf Euch!

Cheers, Schumiluk


„Mein Sprung“ 2020

In Fallschirmspringerkreisen wird häufig die Floskel: „You can´t buy happiness, but you can buy a jumpticket. That´s pretty much the same.“ verwendet.
Wie behält man nun diese Freude, wenn man den Sprung aus einem Flugzeug nicht nur einmalig, sondern sogar regelmäßig wagt?           

Zugegebenermaßen ist nicht jeder Sprung gleich toll. Es soll schon vorkommen, dass das Sprungvorhaben nicht ganz so funktioniert, wie man es gebrieft hat, jemand seinen Slot nicht findet oder eine große Wolkenschicht das Vergnügen trübt. Ich stehe nach einem solchen Sprung auf der Landewiese und ärgere mich meist über mich selbst, dass neben mir auch andere einen eher suboptimalen Sprung hatten.

Gott sei Dank kommen in diesem wundervollen Sport solche Momente ziemlich selten vor! Immer wieder gibt es kurze oder lange Augenblicke, die einem das Grinsen nicht mehr nehmen können.
Von solch einem Augenblick möchte Ich berichten:

Die sagenumwobene „Sunset-Load“ ist häufig das Highlight eines Sprungtages. Wenn diese Sunset-Load auch noch im Herbst stattfindet, hat man die Chance, einen unbeschreiblich schönen Blick über die Landschaft zu bekommen. Die untergehende Sonne tränkt alles in ein feuerrot-orangenes Licht und erzeugt eine sehr besondere Atmosphäre.
Schon am Boden lässt sich erahnen, wie es in ein paar Minuten 4000 m höher aussehen könnte.

An dem von mir beschriebenen Tag liefen schon die vorherigen Sprünge recht gut, sodass die Freude, einen begehrten Platz in der letzten Load des Tages ergattert zu haben, groß war.
Der Plan, mit meiner Sprungpartnerin während des freien Falles in einem Track eine U-förmige Kurve um den Flugplatz zu fliegen, war schnell beschlossen.
Im Flugzeug gibt es beim Fallschirmspringen eine genaue Reihenfolge, wann welche Springer mit unterschiedlichen Vorhaben ins Flugzeug einsteigen und es demnach auch wieder verlassen.
Mit einem Track hat man eine gute Chance, „die Tür zuzumachen“ und das Flugzeug als Letztes zu verlassen.

Nach dem Boarding begaben wir uns also in luftige Höhen. Die spätsommerlichen Temperaturen hielten wunderbar an und machten keine Anstalten, uns frühzeitig frieren zu lassen.
Im Steigflug machte ich schon einige Bilder, um die einmalige Stimmung der Sonnenstrahlen einzufangen. Bei ungefähr 3500 m sind es noch wenige Minuten, bis die Tür des Fliegers geöffnet wird und der spannende Teil des Fallschirmspringens beginnt. Helme werden geschlossen, der Sitz des Gurtzeugs ein letztes Mal überprüft, kurze Absprachen werden getroffen und dann macht man sich nach und nach auf, um zum Heck des Flugzeugs zu rutschen.

Von unserem Platz konnten wir wunderbar die anderen Gruppen und Tandems beobachten, wie sie nach und nach den Flieger verließen. Als wir kurz vor der Tür waren, trafen hellrote Sonnenstrahlen meine Sprungpartnerin. Spätestens dort wusste ich, dass der folgende Sprung etwas Besonderes werden könnte.

Der Fallschirmspringer-Gott sollte es gut mit uns meinen!

Nun auch wir: in Position gehen, eine windschnittige Haltung einnehmen, auf das Kommando warten, hoch-runter-raus!
Schon nach ein paar Sekunden flogen wir ein paar Meter voneinander entfernt unsere geplante Flugroute ab.
Nach zwei Drehungen schließlich schien uns die untergehende Sonne entgegen. Der Blick nach rechts zu meiner Sprungpartnerin war in diesem Augenblick einfach magisch! Wir beide grinsten wie Honigkuchenpferde, bis die vereinbarte Höhe erreicht war und wir uns zur Separation und Schirmöffnung trennten.

Nach der Funktionskontrolle des Schirms hielt ich einen Moment inne und genoss, wie ich sonnendurchflutet dem Horizont näher kam. Bei solchen Sprüngen geht es nicht darum, die beste Performance aus seiner Kappe zu kitzeln, sondern im „hier und jetzt“ zu sein und dankbar dafür zu sein, was man gerade erleben darf.

Abgerundet wurde die Schirmfahrt mit einer sahnemäßigen Landung fünf Meter neben der Kiste mit Getränken, die nach der letzten Load mit auf die Landewiese gebracht wird, um gemeinsam auf einen schönen Sprungtag anzustoßen.
Wieder festen Boden unter den Füßen merkte ich, wie mein gesamter Körper vor Freude zitterte. Selbst nach meinem allerersten Sprung aus dem Himmel hatte ich nicht derartige Glücksgefühle! In diesen Sekunden wird einem bewusst, was für ein großes Privileg es ist, ein Hobby wie Fallschirmspringen machen zu können. Dafür bin ich nach wie vor äußerst dankbar!

Bei meiner Sprungpartnerin angekommen wussten wir beide: DAS eben war etwas ganz Besonderes!
In meinem Sprungbuch, wo jeder Fallschirmsprung dokumentiert wird, hat dieser Sprung einen großen, fetten Smiley bekommen. Jedes Mal, wenn ich durch dieses Buch blättere, sind die Bilder in meinem Kopf sofort präsent, meine Mundwinkel heben sich automatisch und ich bekomme ein wohliges Gefühl im Bauch.

Das war er also: der Zauber der Sunset-Load; oder „Mein Sprung 2020“.

Lukas-Schumiluk-Schumann


Ausbildung in Hildesheim

„Du willst aus einem intakten Flugzeug springen? Du hast doch ne Macke“. Der Wortlaut und die weit aufgerissenen Augen meiner Frau sind mir bis heute im Gedächtnis geblieben.
Meine Antwort auf die Frage viel damals recht einfach aus. „Warum nicht?“

Warum warten? Was hält mich ab etwas nicht Alltägliches auszuprobieren? Ich wollte nicht später im Leben sagen „Hättest du dich mal getraut“.

Also stand Mitte des Jahres 2019 mein Entschluss fest die AFF-Ausbildung in Angriff zu nehmen. Nur wo genau und was beinhaltet eigentlich so eine Ausbildung, war für mich dann noch die Frage.
Also was tut man heutzutage? Erst einmal das Internet durchsucht, eingelesen was es überhaupt bedeutet aus einem Flugzeug zu springen, natürlich schon mal Onlineshops durchstöbert und Anfragen an Vereine geschickt.
Leider ist man heutzutage gewöhnt auf eine Anfrage erst nach 2-5 Tagen Antwort zu erhalten. Geschweige denn man erhält überhaupt eine Antwort.

Nicht in Hildesheim. Nach einem halben Tag kam die erhoffte Reaktion auf meine Anfrage von einer unglaublich freundlichen Mitarbeiterin namens Sabrina. Freundlich, schnell – was möchte man mehr.
Aufgrund dieser vermittelten Professionalität aber auch durch das übermittelte Gefühl mit einer Bekannten und nicht Fremden/Mitarbeiterin zu schreiben, war die Entscheidung für mich schnell gefallen und die AFF-Ausbildung in Hildesheim gebucht.

Vor Ort bestätigte sich dieses Gefühl weiter. Ich habe selten einen so organisierten und gut aufgestellten Verein gesehen wie Skydive-Hildesheim. Sei es das hilfsbereite Personal, die unglaubliche Technik die für einen reibungslosen Ablauf genutzt wird, die Durchsagen fürs „Boarding“, das Catering, das Ambiente und und und.

Ein großes Lob an Sabrina sowie Otmar und das gesamte Team nebst Ausbildern, die wissen wie man sich heutzutage positioniert.
Auch wenn ich die Ausbildung aufgrund von meinem Urlaub und einer Verletzung im Jahr 2019 nicht abschließen kann, habe ich meinen Entschluss bis heute nicht bereut aus einem intakten Flugzeug zu springen.

Vielen Dank, dass ihr mich so freundlich und mit offenen Armen im Verein aufgenommen habt.
Henne


Saisonabschluss 2016

"Fancy-Dress-Scramble" war das Motto zum Saisonabschluss 2016. Am 05.11.2016 haben wir mit unserem SkyDive-Hildesheim 2016 e.V. und vielen Gästen die Saison 2016 gebührend gefeiert und verabschiedet.
Geplant war, den Fancy-Dress-Scramble in der Luft auszutragen, doch das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Traurigen Springern haben wir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, indem wir jede Menge lustige Spiele am Boden gespielt haben. Sieben Teams mit ausgelosten Spielern, lustigen Teamnamen und Verkleidungen verschiedenster Art und Weise. Von lustig bis gruselig. Eines der besten Spiele war "Popp the Balloon". Staffellauf mit Luftballons um die Hüfte gebunden, die nur mit dem Körper zum Platzen gebracht werden mussten. Da kann man sich schon denken, was wir für einen Spaß hatten… Die Luft blieb weg vor lauter Lachen! :)

Gegen 18 Uhr sind wir in die Abendveranstaltung gestartet. Begonnen haben wir mit der Siegerehrung des Fancy-Dress-Scramble am Boden. Gewonnen haben "die Unstabilen". Eine Medaille und ein Sprungticket für die Gewinner haben zusätzlich strahlende Gesichter hervorgerufen. Die Gäste und Springer haben für das Most-Fancy-Dress abgestimmt und gewonnen hat unsere liebe Mitarbeiterin Cindy. Anschließend folgte der Jahresrückblick in Form eines Videos - Großes Lob an unsere Videoeditoren! Es gab leckere Burger zu essen und natürlich jede Menge „Flüssiges“. Ein Highlight des Abends war unser Schießstand, an dem die Schützen „Feuerballons“ zum Explodieren bringen konnten. Viele Gespräche wurden am Lagerfeuer geführt und der ein oder andere hat es sich in unserer Karaoke-Bar gemütlich gemacht. Bis in die Nacht wurde gefeiert.
Wir bedanken uns für die wundervolle Saison 2016 und hoffen euch alle in unserer nächsten Saison 2017 wieder zu sehen.
Allen jetzt schon fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr.
Liebe Grüße Eure Angelina


Football-Endspiel der Hildesheim Invaders

03. September 2016

Es brüllt HipHop-Musik über das Homefield, der Spielball wird über die Mikrofone des Stadions angekündigt: „Heute kommt unser Spielball aus der Luft! Einen Applaus für das Team von SkyDive-Hildesheim“ alle schauen gebannt in den Himmel, die Footballspieler räumen das Feld und nur unsere Crew steht mit einem Fähnchen im Wind auf der 100-Yard-Linie.

Zwei Springer verlassen in 2000m die Caravan über dem Platz, die Schirme öffnen sich. Wir sehen roten Rauch, der in Kreisen der Bewegung des Schirmes folgt – Otmar hat den Spielball dabei. Wolfgang folgt ihm mit einer großen Fahne des Sponsors. Das Feld ist klein und von hohen Bäumen umgeben. Beide landen sicher und werden vom Publikum unter Jubeln und Klatschen empfangen – unsere erste Außenlandung.

Ein voller Erfolg!


Helden der Lüfte

„Schauen, greifen, unterstützen, ziehen und schauen, greifen, unterstützen, ziehen“, klingt es eindringlich aber ruhig durch die Halle. „Wenn es da oben rund geht, dann müsst ihr das Notverfahren wie erlernt selbstständig einleiten. Wenn der Schirm nicht richtig aufgehen will, müsst ihr sofort handeln!“

In der Fallschirmsprung-Halle am Flugplatz Hildesheim herrscht höchste Konzentration. Die Anspannung ist den 9 Jugendlichen der Braunschweiger AWO-Jugend- & Erziehungshilfen und ihren 5 Erzieherinnen und Erziehern deutlich anzumerken. Sie hängen mit einem Fallschirm in einer Apparatur und üben mit Helm auf dem Kopf und Höhenmesser auf dem Handrücken für den Ernstfall, wenn der Fallschirm sich nicht richtig oder gar nicht öffnet.

Heute Nachmittag werden sie den ersten Fallschirmsprung ihres Lebens wagen. Jeder für sich allein aus 1.200 Metern Höhe. Seit eineinhalb Tagen werden sie für dieses Abenteuer von erfahrenen Fallschirmsprunglehrern vom Verein SkyDive Hildesheim 2016 e.V. in Theorie und Praxis geschult. Ausbildungsleiter Wolfgang Löffler fasst zusammen, was bei jedem sitzen muss: „Wie steige ich in ein Flugzeug, wie verhalte ich mich im Flugzeug, was ist beim Absprung zu beachten und wie steuere ich den Schirm zum Boden.“ Die Aufmerksamkeit der Jugendlichen ist hoch, denn ihnen ist klar, worum es geht.

- Eigenverantwortlich handeln,
- Verantwortung für sich selbst übernehmen und die
- Mitverantwortung für meine Mitspringer.

„Erste Landepriorität: Fallschirm gerade zum Boden. Zweite Landepriorität: die Landefläche muss hindernisfrei sein“, erklärt Ausbilder Frank Schumacher seiner Gruppe. „Dann die Landung einleiten: Bei 20 Metern Arme mit den Steuerschlaufen hoch, Füße zusammen und bei 4 Metern die Leinen dynamisch nach unten ziehen, zwei Schritte laufen und lachen.“

Jan hat panische Angst vor der Fallgeschwindigkeit, Marina befürchtet, dass sie falsch aus der Maschine springt. Schumacher versucht, die Ängste zu nehmen: „Ihr werdet Spaß haben, die Aussicht ist einfach geil, ihr dürft schreien, jubeln, das macht alles Spaß!“ Und mit Marina geht er noch mal die Absprungbewegung durch.

„Kurz vorher habe ich bestimmt erst mal Muffensausen,“ vermutet Timon. „Aber wenn es losgeht, läuft einfach nur ein Automatismus ab.“ Hape meint: „Vor dem Test bin ich aufgeregter als vor dem Sprung.“ Denn bevor es ernst wird, wird der Stoff noch einmal in einem schriftlichen Test abgefragt. „Schreibt bitte nicht ab! Wir wollen nur wissen, wo noch nachgeschult werden muss!“ Die Fragen haben es in sich und zeigen: Da wurde eine ganze Menge Fachwissen vermittelt während der letzten eineinhalb Tage.

Jetzt geht es los! Die ersten vier Springer sind bereit. „Sind die Schuhe fest zugebunden?“ Alle ziehen noch mal an den Schnürsenkeln. „Okay.“ - „Fühlt ihr euch gut?“ – „Jau.“ – „Wollt ihr springen? – „Auf jeden Fall“. Einer der Lehrer wird mit in das Flugzeug steigen, die anderen bleiben am Boden und sind über Funkgeräte mit den Springern verbunden. Jeder der Lehrer hat seinen eigenen Schützling, den er per Funk durch die Lüfte navigieren wird. Sicherheit hat auch hier die höchste Priorität: Mehrmals wird das Funktionieren der Funkverbindungen getestet. Dann steigen sich alle fünf in die Maschine. Die Seitentür bleibt geöffnet, als die Maschine abhebt und in den Himmel steigt.

Nach einigen Minuten taucht sie wieder auf und spuckt die Springer aus, die als winzig kleine Punkte am Himmel zu erkennen sind. Was für ein Mut! Durch einen automatischen Mechanismus öffnen sich die Schirme von selbst. Nun sprechen die Lehrer in ruhigem Ton ihre Anweisungen in die Funkgeräte: „Soroush, fahr mal eine 90-Grad-Kurve nach links!“ – „Marcel, dreh mal um 180 Grad!“

Man merkt den Lehrern an, dass auch sie etwas unter Anspannung stehen. Aber nach rund 4 Minuten landen ihre Schützlinge sicher und wissen gar nicht wohin mit dem ganzen Adrenalin, das ihr Körper gerade ausgeschüttet hat. Sie platzen fast vor Freude und können doch nur sagen: „Cool!“ – „Geil!“ – „Super!“ – „Noch mal!“

Hape ist im zweiten Team dabei. Als er als Erster aus der Maschine springt, hört man am Boden: „Oh je!“ – „Au weia!“ – „Oh nein!“ Bei seinem Fallschirm haben sich die Fangleinen eingedreht. Hape wird ein paar Mal um seine eigene Achse gedreht. „Schauen, greifen, untertützen, ziehen!“, möchte man ihm zurufen. Aber Hape setzt das erlernte richtig an und dreht die Fangleinen richtig aus. Nach wenigen Sekunden hat er seinen Schirm in eine saubere Lage gebracht. „Aber natürlich“, sagt er später am Boden. „Ich habe ja am Höhenmesser gesehen, dass ich noch genügend Zeit hatte, und genau das haben wir ja in den 1 ½ Tagen x-mal geübt..“ Funktioniert, was uns die Ausbilder beigebracht haben. Cool.

Noch bis spät am Abend tauschen sich alle beim gemeinsamen Grillen über ihre Sprünge aus, dass einem die Fachbegriffe nur so um die Ohren fliegen. Spezialisten unter sich! Im Vordergrund aber steht ein Gefühl, dass bei allen sicher noch lange anhalten wird: Eine Mischung aus Stolz und großer Freude!


100ste -Sprünge

Auch hier noch einmal herzlichen Glückwunsch für 100 Sprünge!

Nico, Steffi, Tibo, Gerrit, Kurt, Yasmin, Anna, Kevin, Alex und Christian haben seit Anfang der Saison ihre 100 Sprünge voll gemacht.


Die "Bauarbeiten" gehen voran...

In den ersten Arbeitsdiensten haben unsere Mitglieder bereits einiges geschafft. Gemeinsam haben sie die verkürzten Zuroller für die Caravan am Flugplatz in Hildesheim mit Rasengitterplatten befestigt, sodass wir zukünftig an den beiden Rollhalten keine unnötigen Wartezeiten mehr haben werden. Dies spart uns insbesondere im Sommer das leidige Schwitzen im Flieger...

Auch unser Vereinsbereich nimmt Gestalt an. Nachdem mit Bagger und Kettensäge Platz geschaffen wurde, der alte Zaun gewichen ist und wir uns leider vom schönen Kirschbaum getrennt haben, konnten die freiwilligen ihre "Baggerkünste" unter Beweis stellen. Sowohl das Fundament für die geplante Vereinshütte, als auch die Löcher für den Zaun wurden ausgehoben und alles vorbereitet.

Im nächsten Schritt werden wir das Fundament setzen und gemeinsam die Hütte aufstellen.


AFFen bei SkyDive-Hildesheim

Wir begrüßen viele neue Schüler in unserer Mitte - Ende April und Anfang Mai haben bereits zwei AFF-Kurse stattgefunden. Der SkyDive-Hildesheim 2016 e.V. freut sich über seine neuen Schäfchen!

Großer Dank gilt natürlich unserem Lehrerteam, allen voran Wolfgang als Ausbildungsleiter. Die Lehrer kümmern sich vorbildlich und stehen unseren Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Die vier neuen Schülersysteme, die wir angeschafft haben sind bereits reichlich zum Einsatz gekommen...

Auch wenn der erste Kurs aufgrund des unbeständigen Wetters einige Tage am Boden verbracht hat, konnten wir bereits zwei Schüler nach kurzer Zeit in den Free Solo entlassen.

Macht weiter so!

Für den nächsten Kurs haben sich dann auch endlich ein paar Mädels angekündigt. ;-)


Neue Ersthelfer bei SkyDive-Hildesheim

Sicher in die Saison war das Motto des Safety-Day bei SkyDive-Hildesheim.

Am 12.03.2016 hat uns Isa vom Malteser Hilfsdienst die Ehre erwiesen, es wurden 14 neue Ersthelfer am Sprungplatz ausgebildet. Besonders hilfreich war es, dass Isa allen die Angst davor nehmen konnte etwas falsch zu machen.

Unfälle können überall passieren, ob im Haushalt, im Straßenverkehr oder eben beim Fallschirmsport. Jeder kann helfen! Als erstes Glied der Rettungskette ist der Ersthelfer vor Ort derjenige, der den Notruf verständigt und Sofortmaßnahmen einleiten kann. Wichtig ist es die Situation zu erkennen und die Gefahren zu beurteilen, erst dann ist Handeln angesagt. Erste Hilfe reicht vom Trösten und seelischem Beistand bis zu Sofortmaßnahmen die der Wiederbelebung dienen. Der Ersthelfer braucht keine scheu haben zu helfen, denn nur Nichtstun ist falsch.

Neben einem sehr informativen Tag hatten wir natürlich Spaß und fühlen uns nun sicher für die Saison.

Wir würden gerne weitere Kurse organisieren. Sprecht uns einfach an, wenn wir ein paar Leute zusammen haben, wiederholen wir den Safety-Day. Denn es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ausgebildete Helfer am Platz sind.